Ein unverzichtbarer Bestandteil mittelalterlicher Feste war der Vogelbraten auf einer großen Platte, egal ob es sich um Truthahn, liba oder Schwan. Ja, ein Schwan. Im Interesse einer eleganteren Präsentation.
Die Häute der verwendeten Vögel wurden kunstvoll ausgestopft, wieder in ihre Federn gekleidet und in die Mitte des Bratens oder der Bratenpastete gelegt.
Der Schwan war auch das vornehmste Festmahl, denn er war zu edel, anmutig und ehrfurchtgebietend, um jeden Tag serviert zu werden.
auf den Tisch. Nach dem Servieren wurde dem Schwan oft eine goldene Krone aufgesetzt, um das Ereignis zu unterstreichen. Nach englischem Recht sind alle Schwäne im Lande immer noch Eigentum der Königin und dürfen nur mit ihrer Erlaubnis gegessen werden.
Lasst uns zum Abendessen fünfhundert Jahre in der Zeit zurückgehen! Nehmen wir an, wir haben die Erlaubnis Seiner Majestät erhalten und einen Schwan von ausreichender Größe erworben. Jetzt müssen wir ihn nur noch säubern, aufspießen, gürten, gründlich braten, würzen und aufschneiden. Früher wurde er mit einer Sauce namens „Chaudon” serviert, einer Mischung aus Essig, Gewürzen, Brühe und Blut, der ein paar Innereien hinzugefügt wurden.

Sie haben keinen Schwan zur Hand? Macht nichts, er ist in Ungarn sowieso geschützt. Er war einst in unserem Land heimisch, dann starb er aus, dann wurde er wieder angesiedelt. Aber es ist ein Irrglaube, dass er bei uns übervölkert ist, denn nur etwa 50 Schwanenpaare leben ständig am Plattensee, die anderen - und das mögen viele sein - kommen nur im Sommer, sozusagen zum Urlaub machen. Es ist also nicht schlimm, wenn Sie keinen Schwan in der Tiefkühltruhe haben, denn in den Kochbüchern der Tudorzeit steht, dass man dieses fürstliche Gericht auch leicht zubereiten kann Ente, Truthahn oder Von ist.



















