Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass Meeresfrüchte einen festen Platz auf den Tischen der Restaurants haben würden! Und schon gar nicht hätte jemand gedacht, dass es in der Gastronomie außerhalb der Hauptstadt schwarze Muscheln geben würde, sogar zum Mitnehmen!

Das Geheimnis ist, dass die Meeresfrüchte tiefgekühlt und in hervorragender Qualität erhältlich sind, auch im Direktverkauf an den Verbraucher. Wie man sie zubereitet, habe ich u. a. im belgischen Restaurant Poirot in Érd herausgefunden.

Viele Menschen haben die schwarze Muschel während ihres Sommerurlaubs kennengelernt, entweder in einer Strandbude oder in einem kleinen Restaurant in einem Fischerdorf. Sie sind kein Genussmittel, sie werden von Hand und Fuß gegessen, sind schnell zubereitet und eine einfache Delikatesse der lokalen Küche. Die Nachfrage nach Miesmuscheln ist so groß, dass sie ausnahmslos in Zuchtbetrieben gefangen werden. Glücklicherweise sind die Muschelzuchtbetriebe nicht nur umweltfreundlich, sondern auch äußerst nützlich. Sie „reinigen” das Wasser stehender Buchten durch ihre Filterwirkung und gleichen so vielleicht die Umweltbelastung durch den Transport aus.

Wie ich bereits erwähnt habe, sind Miesmuscheln ein Grundnahrungsmittel der mediterranen und östlichen Küche. Sie werden in der Regel im Dampf zubereitet, mit lokalen Aromen, Gewürzen, Gemüse und anderen Zutaten. Die Spanier verwenden sie in der Paella, die Italiener in der Tomate und die orientalische Küche in Verbindung mit Limette, Ingwer und Sojasauce. Im Restaurant Belga in Vérd wird sie mit Sahne zubereitet und in einem Topf mit Baguette serviert, mit viel Frische. Wie ich erfahren habe, wird er nach einem einzigartigen Rezept zubereitet und eingefroren (Matusz-Vad). Die intakten Schalen sind sehr fleischig, sie lösen sich schnell und sind an sich schon ein spektakulärer Anblick, ohne dass man sie reinigen muss.

So gab es eine Spezialität aus der belgischen Region Eger, bei der man sich nicht schämen muss, sie mit den Händen zu essen, indem man das getoastete Baguette in den Topf taucht und das knackige Gemüse mit einer Gabel schöpft.

Ich könnte noch lange über die richtigen Weinsorten reden, aber diesmal lohnt es sich, mit belgischen Abteibieren nachzulegen: hefetrübe blonde Sorten oder kräftige, vollmundige Farbbiere oder auch leichte Weizenbiere. Sie alle harmonieren mit den süßen, frischen und dampfenden schwarzen Austern.

Ich verspreche, dass ich bei Interesse auch andere, einfach zuzubereitende Muschelrezepte vorstellen werde. Bis dahin hier mein eigenes Rezept für französische Miesmuscheln:

Schwarze Muscheln mit Weißwein

(für 2 Personen)

4 Esslöffel Butter

4 halbierte Salotta- oder violette Zwiebeln

Frischer Thymian

Ein Kopf Knoblauch, in dünne Scheiben geschnitten

1 Teelöffel Salz

¼ Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 Esslöffel Dijon-Senf

2dl sauvignon blanc

Eine Prise Safran

1 kg schwarze Miesmuscheln

Ein Bund Petersilie, in Blätter zerpflückt

2 Büschel gehackte Petersilie

Ich schmelze die Butter bei mittlerer Hitze, brate den Knoblauch darin an und gebe gleichzeitig Salotta, Pfeffer, Senf und Thymian hinzu. Wenn es duftet, gieße ich 1 dl Wein hinzu und füge den Safran und das Salz hinzu. Wenn der Wein kocht, gebe ich die Muscheln in die hochwandige Kasserolle und gieße den Rest des Weins über sie. Wenn sie halb gar sind (etwa 2 Minuten), streue ich die zerrissenen Petersilienblätter darüber und wende sie gründlich, damit alle kleinen Zutaten in das Muschelfleisch eindringen. Wenn das Muschelfleisch gar ist (ca. 4 Minuten), gebe ich es in eine Schüssel oder Auflaufform und bestreue es mit der gehackten Petersilie. Mit gerösteten Baguettes servieren. In einen tiefen Teller schöpfen.

Guten Appetit! #

-Pupa-

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